Bücher unter dem Radar: Oktober & November

Ausgelesen & Ausgelassen

Lesezeit: 4 Min.Hallo ihr Lieben! Mit diesem Post rufe ich eine neue, kleine Kategorie ins Leben: Ausgelesen & Ausgelassen. 🙂 Hier möchte ich mir ein wenig Zeit nehmen, um Bücher zu besprechen (auf kleinem Raum), über die ich jetzt keine großformatige Rezension schreiben kann oder mag. Diese Bücher sind bisher in den Monatsrückblicken erwähnt worden, allerdings ohne ihnen mehr als eine Wertung zu verpassen. Dies möchte ich nun nachholen, vielleicht im zweimonatlichen Rhythmus, da sich nie allzu viele dieser „ausgelassenen“ Bücher anhäufen […]

Weiterlesen

Oskar Roehler: Selbstverfickung

Oskar Roehler, Selbstverfickung

Lesezeit: 4 Min.Politische Inkorrektheit, um zu schockieren: Die „Selbstverfickung“ eines Wutbürgers Gregor Samsa ist ein abgehalfterter Regisseur, Ende Fünfzig, ein ramponierter Typ in einer ramponierten Gesellschaft, der sich in Konsumtempeln und Puffs herumtreibt, um seine Zeit totzuschlagen. Dabei lässt er sein verpfuschtes Leben Revue passieren. Die Tatsache, dass er es als „Kulturschaffender“ vergeudet hat, trägt nicht gerade zu seiner Freude bei. Mit Hohn und Spott macht er sich über seine Erinnerungen her, über seine falschen Freunde und Wegbegleiter, seine Scheinerfolge und naiven […]

Weiterlesen

Jean-Marc Ceci: Herr Origami

Lesezeit: 4 Min.»Was nützt uns alles Haben, wenn es uns an Sein fehlt.« — Wahnsinnig tolle, japanisch anmutende Literatur aus belgischer Feder. Ein junger Japaner reist auf der Suche nach seiner großen Liebe nach Italien. Als er sie nicht finden kann, wählt er ein Leben in Abgeschiedenheit. In der Toskana widmet er sich ganz der Meditation und der Herstellung von Washi, traditionellem japanischem Papier, das zum Falten von Origami verwendet wird. Jahrzehnte später besucht ihn ein junger Uhrmacher. Die Begegnung gibt dem Leben […]

Weiterlesen

Gerhard Falkner: Romeo oder Julia

Lesezeit: 4 Min.Hochprätentiös, überheblich und mit mehr Füllwerk als Story — der Buchpreis-nominierte Titel enttäuscht leider. Kurt Prinzhorn ist zu einem Schriftstellertreffen nach Innsbruck eingeladen, wo ihm Merkwürdiges widerfährt: Jemand muss während seiner Abwesenheit ein ausgiebiges Schaumbad in der Wanne seines Hotelzimmers genommen und dort bewusst Spuren hinterlassen haben. Als nächstes verschwindet der Schlüsselbund des zunehmend ratlosen Autors. Während einer Moskau-Reise wenige Tage später kommt es zu neuen Unerklärlichkeiten, und auch in Madrid reißt die Kette seltsamer Geschehnisse nicht ab. Am nächsten Morgen […]

Weiterlesen